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Dax-Rally endet am Rekordhoch, Turbulenzen an der Wall Street belasten

Deutsche Aktien gaben von ihren Rekordständen nach. Turbulenzen am US-Markt und Unternehmenszahlen belasteten die Stimmung.

Redaktion Helvetic Markets · 6 Nov 2026 · 06:00 · 2 Min. Lesezeit
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Dax-Rally endet am Rekordhoch, Turbulenzen an der Wall Street belasten
Photo: Alesia Kozik / Pexels

Deutsche Aktien gaben am Donnerstag nach, nachdem der DAX zunächst ein Rekordhoch von knapp 26'693 Punkten erreicht hatte. Zunehmende Turbulenzen in den USA veranlassten Anleger in Frankfurt nach dem Wahlerfolg der Demokraten zu einer defensiveren Ausrichtung.

Belastet von fallenden KI-Aktien und einem Kurseinbruch bei Rheinmetall nach der Zahlenvorlage schloss der DAX 0,43% tiefer bei 26'325,01 Punkten. Der MDAX verlor 0,92% auf 30'891,56 Punkte. In New York beschleunigte sich der Ausverkauf bei KI-Aktien nach den Ergebnissen der Zwischenwahlen, die Präsident Donald Trump einen Rückschlag versetzten. Die Verluste griffen von der Nasdaq auf den breiter aufgestellten Dow Jones Industrial Average über.

Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG erklärte, die Wahleuphorie sei Ernüchterung gewichen. Marktteilnehmer sorgten sich um die Zukunft des KI-Booms, weil die Wahlerfolge der Demokraten strengere Vorschriften nach sich ziehen könnten, die den Ausbau von Rechenzentren und entsprechende Projekte verzögern. Die Analysten von Index-Radar wiesen darauf hin, dass der DAX gegenüber den US-Indizes zuvor relative Stärke aufgebaut hatte. In New York zeigten sich jedoch zunehmend Anzeichen eines überverkauften Marktes, der striktes Risikomanagement erfordere. Anleger schichteten in defensivere Segmente um. Infineon verloren 8,5%. Auch Halbleiterzulieferer im MDAX und SDAX sowie Siemens Energy und Hochtief gerieten unter Druck.

Rheinmetall belastete den DAX am stärksten. Nach einer Prognosesenkung nach dem Börsenschluss der vorangegangenen Sitzung brach der Kurs des Rüstungskonzerns um 16% auf den tiefsten Stand seit Februar 2025 ein. JPMorgan-Analyst David Perry erklärte, die Strategie des Unternehmens sei nicht verfehlt, die bisherigen Ziele erschienen aber unrealistisch. Auch die Aktien des Rüstungsunternehmens Renk gaben nach Quartalszahlen nach.

Mehrere andere im DAX vertretene Unternehmen legten Quartalszahlen vor. Commerzbank verloren 2,8%. DZ-Bank-Analyst Philipp Hässler sprach von starken Zahlen für das dritte Quartal, verwies aber auf negative Überraschungen beim Ausblick für den Zinsüberschuss. Mangels kurzfristiger Kurstreiber stufte er die Aktie auf «Halten» zurück. Deutsche Telekom gaben trotz solider Zahlen um 2,1% nach. Sorgen um eine vollständige Fusion mit T-Mobile US belasteten, während die vorgeschlagene Dividendenerhöhung von 10% hinter den höheren Markterwartungen zurückblieb.

Im MDAX sprangen Lanxess zunächst um bis zu 20% nach oben und schlossen mit einem Plus von 6%. Trotz unauffälliger Quartalszahlen und eines präzisierten Ausblicks sorgte die Eindeckung von Leerverkaufspositionen für Auftrieb. Bechtle legten nach einer Anhebung der Jahresziele zu. HelloFresh gewannen trotz eines schwachen operativen dritten Quartals 11,5%, da tiefere Marketingausgaben das operative Ergebnis über die Erwartungen hoben.

In Europa schloss der EuroStoxx 50 um 0,55% tiefer bei 6'231,54 Punkten. Auch der Schweizer SMI und der Londoner FTSE 100 rutschten ins Minus. Im New Yorker Handel verlor der Dow Jones Industrial Average 2,4%, der Nasdaq 100 gab um 4,5% nach.

Quelle: cash.ch — All News

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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