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Arbonia-Aktien fallen nach tieferen Kurszielen und gesenktem Ausblick

Die Aktien des Schweizer Bauzulieferers Arbonia gaben nach, nachdem Analysten infolge einer Umsatz- und Gewinnwarnung für 2026 ihre Kursziele gesenkt hatten.

Redaktion Helvetic Markets · 6 Nov 2026 · 06:00 · 2 Min. Lesezeit
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Arbonia-Aktien fallen nach tieferen Kurszielen und gesenktem Ausblick
Photo: 777546 / Pixabay

Die Aktien des Schweizer Bauzulieferers Arbonia fielen am Donnerstag um 1,2% auf CHF 3,70, nachdem Kepler Cheuvreux und UBS ihre Kursziele gesenkt hatten. Das Unternehmen hatte am Montag eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2026 herausgegeben.

Martin Flückiger von Kepler Cheuvreux senkte sein Kursziel von CHF 5,40 auf CHF 3,90 und stufte die Aktie von «Buy» auf «Hold» zurück. Er verwies auf tiefere Schätzungen nach der Warnung und auf das gestiegene Risiko, dass der Türenhersteller in Deutschland weitere Marktanteile verliert.

Arbonia rechnet laut der Nachrichtenagentur AWP für das laufende Jahr neu mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau von rund CHF 625 Mio. und einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund CHF 50 Mio.. Zuvor hatte das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 3 bis 5% und ein Ebitda auf Vorjahresniveau erwartet.

Der tiefere Ausblick geht vor allem darauf zurück, dass sich die Umsätze im Deutschlandgeschäft langsamer normalisieren als erwartet. Das Marktumfeld hat sich seit Mitte des Jahres weiter verschlechtert. Die Nachfrage im Neubau und bei Renovationen blieb hinter den Erwartungen zurück.

Bei der Tochtergesellschaft Garant in Thüringen kamen Schwierigkeiten bei der Einführung von SAP-Software hinzu. Die Umstellung beeinträchtigte Lieferketten und Produktion und führte zu Umsatzausfällen. Konkurrenten gewannen Marktanteile, während der Schweizer Zulieferer vorübergehend Vertrauen im deutschen Fachhandel verlor.

Seit Auftreten der Softwareprobleme ist der Arbonia-Kurs um 66% gesunken und liegt unter dem Niveau von 1990. Trotz der Schwierigkeiten in Deutschland entwickelten sich die Geschäfte in den übrigen europäischen Märkten solide. Ohne die deutsche Tochter Garant erwartet der Konzern für 2026 einen Ebitda-Anstieg von mehr als 15% gegenüber dem Vorjahr.

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) wiesen darauf hin, dass das anhaltend schwierige Marktumfeld in Deutschland die positiven Ergebnisse in anderen Regionen belastete. Die ZKB begrüsste den Fokus auf neue Märkte und zusätzliche Vertriebskanäle, um die Abhängigkeit von Deutschland zu verringern. Bei einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,4 hielten die Analysten an «Market Weight» fest.

UBS-Analystin Leonie Zirn bestätigte unterdessen «Buy» und senkte das Kursziel von CHF 6,20 auf CHF 5,40, was einem Kurspotenzial von 45% entspricht. Trotz deutlicher Kürzungen beim Gewinn je Aktie (EPS) wirke sich die Warnung wegen der niedrigen Gewinnbasis nur begrenzt auf die Bewertung nach der Discounted-Cashflow-Methode aus.

UBS beurteilt das Chancen-Risiko-Profil positiv. Dafür sprechen ein günstiger Basiseffekt und ein Ebitda-Wachstum im oberen Zwanzigerprozentbereich in den Geschäftsjahren 2027 und 2028. Entscheidend bleibe die operative Umsetzung.

Laut Bloomberg sind die Eigenkapitalrendite (ROE), die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC), die Gesamtkapitalrendite (ROA) und die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) derzeit negativ. Das könnte eine rasche Kurserholung erschweren.

Quelle: cash.ch — Top News

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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