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Klaas Knot und Pablo Hernández de Cos gelten als Favoriten für das EZB-Präsidium

Das Rennen um die Nachfolge der scheidenden EZB-Präsidentin Christine Lagarde nimmt Gestalt an. Kandidaten aus den Niederlanden und Spanien rücken in den Vordergrund.

Redaktion Helvetic Markets · 6 Nov 2026 · 16:00 · 2 Min. Lesezeit
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Klaas Knot und Pablo Hernández de Cos gelten als Favoriten für das EZB-Präsidium
Photo: Dr. Thomas Liptak / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Im Rennen um die Nachfolge der scheidenden Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, haben die Niederlande einen Kandidaten ins Spiel gebracht. Spanien dürfte nachziehen. Der Niederländer Klaas Knot und der Spanier Pablo Hernández de Cos gelten als aussichtsreiche Kandidaten für das Amt bei der in Frankfurt am Main ansässigen Notenbank.

Der 59-jährige Klaas Knot leitete von 2011 bis 2025 die niederländische Zentralbank und gehörte damit auch dem EZB-Rat an. Er gilt als pragmatischer Falke, der eine restriktivere Geldpolitik befürwortet. Das zeigte sich, als Finanz- und Schuldenkrisen den Fortbestand des Euroraums bedrohten. Zunächst äusserte Knot Vorbehalte gegenüber dem Versprechen des damaligen EZB-Chefs Mario Draghi, den Euro um jeden Preis zu retten. Später änderte er seine Einschätzung und bezeichnete Draghis berühmte Aussage als entscheidenden Wendepunkt in der Eurokrise. In den Folgejahren geriet Knot offen mit Draghi aneinander, als die EZB umfangreiche Konjunkturmassnahmen ergriff, um die Inflation anzukurbeln. Diese blieb ein Jahrzehnt lang durchgehend unter dem EZB-Ziel von 2,0%. Unter Draghis Nachfolgerin Lagarde nahm Knot wieder eine konstruktivere Haltung ein, drängte aber beim starken Inflationsschub 2022 früh auf eine straffere Geldpolitik. Von Ende 2021 bis Mitte 2025 präsidierte er zudem den Finanzstabilitätsrat, ein internationales Gremium zur Überwachung von Finanzrisiken.

Der 55-jährige Pablo Hernández de Cos gilt als moderate geldpolitische Taube und damit als Befürworter einer lockereren Geldpolitik. Seit Juli 2025 leitet er die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, die als Bank der Zentralbanken gilt. Die Institution mit Sitz in Basel dient Zentralbankvertretern als Forum und beherbergt den Basler Ausschuss für Bankenaufsicht, der internationale Eigenkapitalanforderungen für Banken festlegt. Vor seiner Tätigkeit in Basel leitete de Cos von 2018 bis 2024 die spanische Zentralbank. Die turbulente Zeit begann mit äusserst tiefer Inflation. Darauf folgten die Corona-Pandemie und eine Phase von Zinserhöhungen der EZB zur Eindämmung der stark steigenden Inflation. Kollegen beschreiben de Cos als pragmatischen Ökonomen, dem dogmatisches Denken fremd ist und der ausgeprägt teamorientiert arbeitet. Als sich mehrere führende Zentralbanker früher im Jahr öffentlich hinter den damaligen Fed-Chef Jerome Powell stellten, um ihn gegen politischen Druck aus dem Weissen Haus zu verteidigen, soll de Cos eine zentrale Rolle gespielt haben.

Quelle: cash.ch — Top News

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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