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Deutsche Bank stuft Techsektor vor Kursrutsch hoch, Lonza übernimmt Merck-Standorte

Die Deutsche Bank stuft den Technologiesektor wenige Stunden vor einem Marktrückgang hoch. Lonza kündigt den Kauf von Merck-Produktionsstandorten für einen dreistelligen Millionenbetrag in Franken an.

Redaktion Helvetic Markets · 6 Nov 2026 · 14:00 · 3 Min. Lesezeit
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Deutsche Bank stuft Techsektor vor Kursrutsch hoch, Lonza übernimmt Merck-Standorte
Photo: Leonhard Lenz / Wikimedia Commons, CC0

Die Schweizer Börse setzte ihre Rekordserie fort. Der Swiss Market Index überschritt erstmals 15'000 Punkte. Dem Meilenstein waren im Oktober zweistellige prozentuale Gewinne vorausgegangen. Die Indexschwergewichte Roche und Novartis legten nach ihren jüngsten Kursgewinnen eine Pause ein. Nach einem Rücksetzer an der New Yorker Börse geriet der Schweizer Leitindex unter Druck.

Die Strategen der Deutschen Bank gerieten in eine unangenehme Lage: Am Donnerstagnachmittag stuften sie den Technologiesektor von «Neutral» auf «Übergewichten» hoch und empfahlen besonders Aktien von Hardwareherstellern, gerade als die Kurse in New York zu fallen begannen. Marktbeobachter verwiesen auf eine schmerzhafte Bewertungskorrektur in diesem Segment in den vergangenen Wochen. Die Kurse könnten deshalb bald einen Boden finden. Gefragt waren zuletzt bisherige Jahresverlierer im SMI wie Partners Group, Amrize und Holcim. Dazu trug das starke Abschneiden der Demokraten bei den Zwischenwahlen bei, das nach Einschätzung von Marktteilnehmern abrupte wirtschaftspolitische Kurswechsel erschweren dürfte.

Lonza gehörte nach einem Investorentag im kalifornischen Vacaville zu den Wochengewinnern. Anschliessend gab der Pharmazulieferer den Kauf von fünf Produktionsstätten der deutschen Merck bekannt. Während die offizielle Mitteilung einen tiefen bis mittleren dreistelligen Millionenbetrag nannte, deuteten Aussagen von CEO Wolfgang Wienand an einer Analystenkonferenz auf einen Kaufpreis zwischen CHF 350 Mio. und CHF 400 Mio. hin. Analysten halten die Transaktion für vorteilhaft, da die fünf Werke derzeit möglicherweise nicht voll ausgelastet sind und Spielraum für eine höhere Rentabilität bieten. Die Ausgabe soll das geplante Aktienrückkaufprogramm von CHF 500 Mio. unberührt lassen. Beobachter hielten die Aktie nach den jüngsten Gewinnen allerdings für möglicherweise überhitzt.

Der Gebäudetechnikanbieter Meier Tobler erhielt von der schwedischen Ahlsell ein Barangebot im Wert von rund CHF 490 Mio. beziehungsweise CHF 45,50 je Aktie. Das entspricht einer Prämie von über 30% auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der vorangegangenen 60 Handelstage. Der Verwaltungsrat und die Familienaktionäre, darunter Silvan Meier mit rund 57% der Stimmrechte, unterstützen die Transaktion. Die Familienaktionäre haben ihre Beteiligung für knapp CHF 294 Mio. angedient. Die Zürcher Kantonalbank bezeichnete das Angebot als attraktiv und strategisch sinnvoll und hielt an «Marktgewichten» fest.

Bei PolyPeptide zeigten Meldungen an die SIX Swiss Exchange, dass Samsung Biologics vor Ablauf einer Frist die restlichen Aktien und synthetischen Beteiligungsrechte erhielt. Die Transaktionen beliefen sich auf insgesamt knapp CHF 22 Mio.. Damit endet ein Kapitel an der Börse, das im April 2021 mit einem Börsengang zu CHF 64 je Aktie begann. Langfristig investierte Aktionäre müssen nach früheren Höchstkursen von über CHF 140 Verluste hinnehmen. Nun werden ein Ausschluss der Minderheitsaktionäre und anschliessend die Dekotierung erwartet.

Bei Rieter trennte sich der designierte CEO Daniel Lippuner vor seinem Amtsantritt vom Unternehmen, nachdem er zusätzliche Vergütungsbedingungen verlangt hatte. Der Winterthurer Textilmaschinenhersteller ernannte den früheren Barmag-Chef Georg Stausberg zu seinem Nachfolger. Zu seinen Aufgaben zählt die Integration von Barmag, während die Rieter-Aktie nahe an langjährigen Tiefstständen notiert.

Der Orthopädiespezialist Medacta gab zudem eine Gewinn- und Umsatzwarnung heraus. Er senkte die erwartete operative Jahresmarge von 28,4% auf rund 27,9% und reduzierte die Prognose für das Umsatzwachstum von 10 bis 14% auf rund 9%.

Quelle: cash.ch — Top News

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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