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LGT ernennt Francesco Andreazzi per 1. November zum Leiter des Standorts Lugano

Der Tessiner Andreazzi mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Vermögensverwaltung kehrt zurück, um die LGT-Niederlassung in Lugano zu leiten. Er setzt auf persönliche Betreuung, Know-how für Familienunternehmen und langfristige Stabilität.

Redaktion Helvetic Markets · 5 Nov 2026 · 06:00 · 4 Min. Lesezeit
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LGT ernennt Francesco Andreazzi per 1. November zum Leiter des Standorts Lugano
Photo: Roland zh / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Francesco Andreazzi hat am 1. November 2026 die Funktion als Direktor und Regionalleiter Tessin bei der LGT Bank (Schweiz) übernommen. Er wurde im nördlichen Teil des Kantons geboren und wuchs in Bellinzona auf. Später liess er sich mit seiner Frau Lara in Lugano nieder, wo er auch seine Bankkarriere aufbaute.

Andreazzis beruflicher Weg begann 2004 in Lugano. Nach mehreren Jahren in der Region war er in Singapur und Zürich tätig und wirkte zuletzt an der Integration der Credit Suisse in die UBS mit. Die Integration habe ihn gelehrt, Veränderungen zu bewältigen und Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund zusammenzubringen, sagt er. Er habe aber immer in seine Heimatregion zurückkehren wollen.

Auf die Frage, warum er sich für LGT entschieden habe, verweist Andreazzi auf das langfristige Engagement des Unternehmens im Tessin. Er wolle das Geschäft gemeinsam mit den Mitarbeitenden weiterentwickeln und sicherstellen, dass die Kunden das passende Fachwissen aus der LGT-Gruppe erhalten.

Er erinnert sich an eine frühe Lektion eines früheren Vorgesetzten, der später sein Mentor wurde: Ein guter Banker im Tessin müsse sowohl die Täler als auch den Finanzplatz verstehen, Unternehmer, Handwerker und Familien betreuen können und Fremdsprachen sprechen, ohne den lokalen Dialekt zu verlieren. Dieser Grundsatz gelte nach wie vor, findet Andreazzi.

Die Stärke des Tessins liegt laut ihm in seiner eng verbundenen Gemeinschaft, in der Vertrauen, persönliche Beziehungen und Verlässlichkeit zentral sind. Die Herausforderung bestehe darin, diese Nähe mit internationaler Finanzkompetenz zu verbinden und zugleich die Identität der Region zu bewahren.

Der Wettbewerb im Luganeser Private Banking ist intensiv. Andreazzi argumentiert, das Bankgeschäft könne zwar komplex sein, die Grundlagen einer guten Kundenbetreuung seien aber einfach. Er verweist auf seine ersten Erfahrungen im Kundenkontakt in der Bäckerei seines Vaters im Bleniotal. Die Kundschaft sei nicht nur wegen der Qualität der Produkte wiedergekommen, sondern auch wegen eines freundlichen Gesichts und eines persönlichen Gesprächs.

Übertragen auf das Private Banking seien hochwertige Produkte und Dienstleistungen eine Selbstverständlichkeit, betont er. Den Unterschied machten die Menschen und ihre Werte. Für sein Team nennt er drei zentrale Eigenschaften: Respekt, Integrität und Mut. Respekt heisse, sich Zeit zum Zuhören zu nehmen, Integrität, ehrlich zu beraten, und Mut, schwierige Fragen zu stellen und dem Kunden wenn nötig zu widersprechen.

Laut Andreazzi sorgt der Besitz der LGT durch die liechtensteinische Fürstenfamilie für Stabilität und eine generationenübergreifende Perspektive. Diese Struktur erlaube es der Bank, sich auf die Kundenbeziehungen zu konzentrieren statt auf kurzfristige Geschäftsziele oder interne Reorganisationen.

Er anerkennt die wachsende Rolle künstlicher Intelligenz in der Kundenberatung, betont aber, die Technik solle den persönlichen Kontakt unterstützen und nicht ersetzen. Kunden erwarteten weiterhin direkten Zugang zu einer Beraterin oder einem Berater, die ihre Situation kennen, sich an frühere Gespräche erinnern und ihre langfristigen Ziele verstehen.

Gestützt auf seine eigene Herkunft aus einer Unternehmerfamilie sagt Andreazzi, Banken sollten für Familienunternehmen früh relevant werden, lange vor einem Verkauf oder einer Nachfolge. Bei einer Unternehmensübergabe gehe es nicht nur um Finanzielles, sondern auch um Identität, Emotionen und unterschiedliche Erwartungen.

Er veranschaulicht dies am Beispiel eines Unternehmers, der die Firma an die nächste Generation übergeben will. Zentrale Fragen seien, ob die Kinder über den Übergang gesprochen hätten, ob sie die Nachfolge überhaupt antreten wollten und welche finanziellen Folgen sich für die Eltern ergäben. Eine gute Beratung erkenne solche Themen frühzeitig, eröffne neue Perspektiven und ziehe bei Bedarf Spezialisten bei, arbeite aber auch mit den bestehenden Vertrauenspersonen der Familie zusammen.

Den wertvollsten Beitrag eines Bankers sieht Andreazzi darin, eine Frage zu stellen, die sich der Kunde noch nie gestellt hat. Dafür sei Kontinuität bei den Kundenberatern wichtig, damit sie ihre Kunden über Generationen hinweg bei der Vermögensentwicklung begleiten könnten.

Als neuer Leiter des Standorts Lugano will er zunächst die Bekanntheit der LGT im ganzen Tessin steigern. Viele Einheimische kennten das gesamte Angebot der Bank nicht. Sein Erfolgsmassstab ist einfach: die Zahl der Kunden, die langfristig bei der LGT bleiben und sie Freunden und Bekannten weiterempfehlen.

Er umreisst das Angebot der Bank für vermögende Privatkunden, Unternehmer und Familien in der Region. Neben Anlage- und Vermögensplanung bietet die LGT Hypothekarfinanzierungen, Dienstleistungen für das tägliche Bankgeschäft und eine moderne E-Banking-Plattform. So könnten Kunden ihre persönlichen und familiären Bankbedürfnisse bei einem Institut bündeln, das ihre gesamte Situation kennt.

Damit dieses Versprechen eingelöst werden kann, muss laut Andreazzi das ganze Team, vom Empfang bis zu den Spezialisten, über das richtige Wissen und die richtigen Werkzeuge verfügen. Er will in die Weiterbildung der Mitarbeitenden investieren, damit die Beraterinnen und Berater das Fachwissen und die persönliche Betreuung bieten können, mit denen sich die LGT in einem umkämpften Markt abheben soll.

Andreazzis Vision für LGT Lugano verbindet damit eine starke lokale Verwurzelung, den Anspruch an persönliche Betreuung und die Ressourcen einer internationalen Privatbankengruppe, gestützt auf eine stabile Eigentümerstruktur in Familienbesitz.

Quelle: finews.ch

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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