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Schweizer Millionäre wechseln häufig die Bank – UBS und Kantonalbanken dominieren

Laut einer neuen Studie hat ein Viertel der vermögenden Schweizer Private-Banking-Kunden in den vergangenen fünf Jahren seine wichtigste Anlagebank gewechselt.

Redaktion Helvetic Markets · 3 Nov 2026 · 11:00 · 2 Min. Lesezeit
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Schweizer Millionäre wechseln häufig die Bank – UBS und Kantonalbanken dominieren
Photo: Ank Kumar / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Wettbewerb um vermögende Privatkunden in der Schweiz bleibt intensiv. Rund ein Viertel der vermögenden Anleger hat in den vergangenen fünf Jahren seine wichtigste Anlagebank gewechselt. Das zeigt eine gemeinsame Studie der Hochschule Luzern und der Luzerner Kantonalbank. Im Mai dieses Jahres befragten sie 307 Personen mit einem frei verfügbaren Vermögen von mehr als einer Million Franken. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kunden ihr Vermögen bewusst auf mehrere Institute verteilen und bei der Wahl ihrer Finanzpartner flexibel bleiben.

Vermögende Privatkunden unterhalten der Studie zufolge im Schnitt 3,3 Bankbeziehungen. Sie unterscheiden klar zwischen ihrer Hauptbank für den Zahlungsverkehr und ihrer Bank für Wertschriftenanlagen. Nur rund die Hälfte nutzt für beides dasselbe Institut. Besonders stark positioniert sind UBS und die Kantonalbanken, die zusammen für 48% der Befragten die wichtigste Anlagebank stellen. Auf die UBS entfällt mit 27% der grösste Anteil, auf die Kantonalbanken entfallen 21%.

Neobanken und digitale Institute spielen bei Anlagen in diesem Vermögenssegment weiterhin eine geringe Rolle. Jüngere vermögende Kunden nutzen sie aber zunehmend als Ergänzung zu herkömmlichen Bankbeziehungen. In den kommenden Jahren könnten sich die Gewichte verschieben. Die Studienautoren führen die jüngsten Wechsel der Hauptanlagebank zum Teil auf das Verschwinden der Credit Suisse zurück.

Das Anlageverhalten vermögender Personen unterscheidet sich deutlich von dem der Schweizer Gesamtbevölkerung. Während 52% der Gesamtbevölkerung Wertschriften halten, sind es unter den befragten Private-Banking-Kunden 99%. Besonders ausgeprägt ist der Unterschied bei direkten Aktienanlagen: 90% der vermögenden Befragten halten direkt Aktien, gegenüber 35% der Gesamtbevölkerung. Zudem halten 68% Anlagefonds. 39% investieren in Optionen, Derivate oder strukturierte Produkte und 32% in Private Debt oder Private Equity. Auch Immobilien spielen eine wichtige Rolle: 24% besitzen Renditeliegenschaften und 53% investieren indirekt in Immobilien.

Die befragten Millionäre schätzen ihr Finanzwissen als überdurchschnittlich ein, interessieren sich stärker für die Kapitalmärkte und reagieren gelassener auf kurzfristige Kursverluste als die Gesamtbevölkerung. Trotz ihres nach eigener Einschätzung hohen Finanzwissens legen sie grossen Wert auf den Austausch mit ihren Finanzinstituten. Mehr als ein Drittel möchte mindestens einmal pro Quartal Kontakt mit seinem Anlageberater. Entscheidend ist dabei eine auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Häufigkeit und weniger die Anzahl der Kontakte.

Désirée von Michaelis, Mitglied der Geschäftsleitung der Luzerner Kantonalbank und Leiterin Private Banking und Firmenkunden, zufolge sehen Kunden ihre Berater als Sparringspartner auf Augenhöhe. Für eine gute Betreuung sei es zentral, die individuellen Wünsche zu proaktiver Kommunikation, Anlageideen und Vorsorgeplanung zu kennen. Fachkompetenz der Beratung, Vertrauen in das Institut, Stabilität und transparente Kommunikation sind für die Kundenzufriedenheit wichtiger als exklusive Netzwerkanlässe.

Quelle: finews.ch

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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