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Märkte/AktienArtikel

US-Zwischenwahlen, Technologiezahlen und Arbeitsmarktbericht stellen globale Märkte auf die Probe

Den Aktienmärkten steht ein dichter Kalender bevor: Unternehmenszahlen unter anderem von Apple, AMD und Palantir, wichtige US-Konjunkturdaten und die Kongress-Zwischenwahlen.

Redaktion Helvetic Markets · 31 Oct 2026 · 06:00 · 3 Min. Lesezeit
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US-Zwischenwahlen, Technologiezahlen und Arbeitsmarktbericht stellen globale Märkte auf die Probe
Photo: roland zh / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Den Finanzmärkten steht eine anspruchsvolle Phase bevor. Die Teilnehmer wägen die US-Zwischenwahlen, eine umfangreiche Welle von Unternehmensberichten und die monatlichen US-Arbeitsmarktzahlen ab. In der Schweiz sorgten jüngste Quartalszahlen von UBS, Amrize und Logitech für deutliche Bewegungen. In erfolgreichen Handelssitzungen erreichte der Swiss Market Index ein neues Allzeithoch. Die grossen Technologiewerte an der Wall Street stehen dagegen wegen erheblicher Mittelabflüsse und schwächerer Wachstumskennzahlen unter Druck. Strategen der LBBW erklären, Anleger beurteilten die Finanzzahlen der KI-Giganten deutlich kritischer und wirkten zunehmend nervös.

Anhaltend hohe Ölpreise bilden ein zusätzliches Risiko für die Aktienmärkte. US-Leichtöl der Sorte WTI bewegte sich im Oktober über der Marke von 100 Dollar und steuerte auf einen Monatsgewinn von rund vierzehn Prozent zu. Ein erneuter US-Militärschlag gegen den Iran nach den Zwischenwahlen würde laut LBBW die Lage weiter anheizen. Chris Galipeau, Chefmarktstratege des Franklin Templeton Institute, betont die sehr hohe Messlatte für Unternehmensergebnisse. Wer die Erwartungen nicht erfülle, bekomme Schwierigkeiten.

Apple soll seine Zahlen am Montag vorlegen. Die Aktie des iPhone-Herstellers hat im Jahresverlauf 28% gewonnen. Auch die Halbleiterproduzenten AMD und Qualcomm sowie Palantir werden berichten und damit weitere Einblicke in den KI-Markt liefern. McDonald's, Amgen und ConocoPhillips gehören zu den mehr als hundert Unternehmen des S&P 500, die im Wochenverlauf Ergebnisse veröffentlichen.

Konjunkturindikatoren bleiben im Fokus. Der für Freitag vorgesehene US-Arbeitsmarktbericht für Oktober dürfte wichtige Hinweise zum Zustand der heimischen Wirtschaft liefern. Erwartet werden 40'000 zusätzliche Stellen ausserhalb der Landwirtschaft und eine Arbeitslosenquote von 4,2%. Am Freitag folgt auch die vorläufige Konsumentenbefragung der Universität Michigan für November. In Europa erwartet Deutschland am Donnerstag Zahlen zur Industrieproduktion und zu den Industrieaufträgen. Im Euroraum werden am Mittwoch die endgültigen Einkaufsmanagerindizes für Oktober veröffentlicht.

Die Zinserwartungen bleiben nach den jüngsten Zentralbanksitzungen in den USA und Europa weitgehend unverändert. Eine Mehrheit der Marktteilnehmer rechnet nach der Pause in diesem Monat im Dezember mit weiteren Zinserhöhungen sowohl der Fed als auch der Europäischen Zentralbank. Analysten erwarten zudem, dass die Bank of England am Donnerstag erstmals seit drei Jahren die Zinsen anheben könnte.

Auch politische Entwicklungen ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Die Wähler entscheiden, ob die Republikaner ihre knappen Mehrheiten in beiden Kongresskammern verteidigen können. Das gesamte Repräsentantenhaus und rund ein Drittel des Senats stehen zur Wahl. Die Demokraten benötigen in jeder Kammer vier zusätzliche Sitze zur Übernahme der Kontrolle. Donald Trumps Umfragewerte sind angesichts steigender Lebenshaltungskosten und Streitigkeiten um die Einwanderung gesunken. Anleger bereiten sich auf wachsenden Widerstand gegen Rechenzentren vor, da Energiekosten und Umweltfolgen öffentliche Gegenwehr auslösen. Ein Sieg der Demokraten könnte eine strengere Aufsicht mit sich bringen. Rick Meckler von Cherry Lane Investments meint, ein deutlicher demokratischer Wahlsieg würde für KI-Aktien, den Technologiesektor insgesamt und möglicherweise den breiteren Markt negativ interpretiert. Ökonomen der Commerzbank verweisen auf ein wenig wahrscheinliches Szenario möglicher Streitigkeiten über Wahlergebnisse, die gerichtliche Auseinandersetzungen und Proteste auslösen könnten.

Quelle: cash.ch — Top News

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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