Die Teilnehmer am Schweizer Aktienmarkt reagierten gelassen auf die US-Zwischenwahlen. Am Mittwoch im frühen Handel lag der Swiss Performance Index mit einem Plus von 0,03% bei 20'816 Punkten nahe der Nulllinie. Die erste Reaktion auf die US-Kongresswahlen blieb verhalten. Nach dem damaligen Auszählungsstand sicherten sich die Demokraten Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus. Das deutet auf geteilte Machtverhältnisse in Washington hin: Die Demokraten übernehmen den Kongress, während Donald Trump für die Republikaner Präsident bleibt. UBS-Chefökonom Schweiz Daniel Kalt hatte vor der Wahl darauf hingewiesen, dass solche Urnengänge oft kurzfristige Turbulenzen auslösen, die mittel- bis langfristigen Markttrends aber selten entscheidend prägen.
Im Vordergrund standen Unternehmensmeldungen statt der bevorstehenden politischen Verschiebung in den USA. Burckhardt Compression verlor 1,9%, da Anleger nach dem Kurssprung der vorherigen Sitzung Gewinne mitnahmen. Der Winterthurer Industriekonzern war am Dienstag nach seinen Halbjahreszahlen um 12,2% gestiegen. Curatis gab 5,6% nach, Clariant 1,7% und Leonteq 1,6%.
Der Heizungs- und Sanitärspezialist Meier Tobler führte die Gewinner mit einem Sprung um 18% auf CHF 45 an. Auslöser war ein Übernahmeangebot des schwedischen Grosshändlers Ahlsell über CHF 45,50 je Aktie, eine Prämie von 30,8% auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der vorangegangenen sechzig Handelstage. Barry Callebaut legte nach dem Jahresbericht 2025/26 und angekündigten Änderungen im Verwaltungsrat um 0,7% zu. Implenia gewann 3,7% nach einem bedeutenden Auftrag zum Ausbau eines Rechenzentrums in der Schweiz.
Auch der Transformatorenhersteller R&S aus der Region Basel legte am Mittwoch während seiner Kapitalmarktpräsentation zu. Die Zürcher Kantonalbank äusserte sich in einer ersten Einschätzung positiv: Die bestätigte Jahresprognose schaffe Vertrauen, da der Konsens knapp unter dem unteren Ende der Zielspanne liege. Die Geschäftsleitung hielt am Jahresausblick und an den mittelfristigen Zielen fest. Die Versandapotheke DocMorris setzte ihren jüngsten Aufwärtstrend mit einem Plus von 3% fort und kündigte die Rückkehr in den Heimmarkt durch den Kauf von Medi24 an. Im Swiss Market Index führte UBS die Gewinner mit 1,9% an, während ABB 0,9% verlor.

