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Londoner Analyst stemmt sich beim Schweizer Blue Chip des Jahres gegen die gängige Meinung

Während die meisten grossen Institute zum Kauf der VAT-Aktie raten, bleibt ein einzelner Analyst in London mit gesenktem Kursziel skeptisch.

Redaktion Helvetic Markets · 19 Oct 2026 · 14:00 · 3 Min. Lesezeit
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Londoner Analyst stemmt sich beim Schweizer Blue Chip des Jahres gegen die gängige Meinung
Photo: Alex Luna / Pexels

Die Aktien der VAT Group führen derzeit die Rangliste der Schweizer Blue Chips an und erhalten von grossen Finanzinstituten wie Barclays, UBS und Vontobel begeisterte Kaufempfehlungen. Kürzlich schloss sich auch die Basler Kantonalbank diesem Lager an: Analystin Corina Hennig nutzte eine zahlenbedingte Kursschwäche, um ihre Einstufung von «Marktgewichten» auf «Übergewichten» anzuheben. Ihr Kursziel für den Vakuumventilhersteller aus dem Rheintal belässt sie bei 700 Franken.

Die Analystin hält die verhaltene Marktreaktion auf die Auftragseingänge der vergangenen Woche für übertrieben. Im dritten Quartal meldete das Unternehmen Bestellungen von 697 Mio. Franken und übertraf damit die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 525 Mio. Franken deutlich. Gestützt auf ausserordentlich hohe Auftragsbestände erwartet das Unternehmen, dass der Umsatz im nächsten Jahr die bisher genannte Spanne von 1,5 bis 1,7 Mrd. Franken deutlich übertreffen wird. Mit genauen Zahlen hält sich die Unternehmensleitung zum jetzigen Zeitpunkt jedoch zurück.

Im Gegensatz zur vorherrschenden Kauflaune unter Analysten vertritt Utsav Sinha von AlphaValue eine abweichende Meinung. Bereits im Juli hatte der Londoner Analyst die VAT-Aktie mit einem Kursziel von 639 Franken zum Verkauf empfohlen. Damals notierte der Überflieger knapp über 660 Franken und lag seit Januar 58% im Plus, an der Spitze des 30 Titel umfassenden Swiss Leader Index.

Aktuell stuft der AlphaValue-Analyst die Aktie mit «Reduce» ein, einer abgeschwächten Verkaufsempfehlung. Sein Kursziel hat er allerdings auf 615 Franken gesenkt. Nach vorliegenden Informationen ist Sinha der einzige Vertreter seiner Zunft, der zum Verkauf der Aktien des Vakuumventilherstellers rät. Er kündigte an, seine Gewinnschätzungen für das kommende Jahr aufgrund der veröffentlichten Zahlen leicht anzuheben. Hinweise auf eine bevorstehende Änderung seiner Einstufung enthält sein Kommentar jedoch nicht.

Unterdessen verbucht UBS weiterhin Erfolge mit ihrer Strategie für europäische Nebenwerte, der sogenannten Top-20-Liste. Mit einem Plus von 18,6% seit Januar schneidet die Favoritenauswahl deutlich besser ab als ihr Vergleichsindex, der im gleichen Zeitraum um rund 9% zulegte. In einem neuen Strategiepapier haben die Autoren um Natasha Brilliant das Portfolio umfassend umgebaut. Neu aufgenommen wurden Basic-Fit, De'Longhi, GEK Terna, Salzgitter, Scout24 und Siltronic sowie die Schweizer Titel Huber+Suhner und Inficon. Gestrichen wurden dagegen Brunello Cucinelli, Delivery Hero, Inchcape, Nexans, Standard Life, Savills, Theon International und Zealand Pharma.

Damit befinden sich nun vier Schweizer Aktien in der von Teams in London betreuten Nebenwerte-Auswahl der UBS. Gemessen an den Kurszielen der hauseigenen Analysten weisen die Aktien von Huber+Suhner mit 94% das grösste Aufwärtspotenzial auf, bei einer Kaufempfehlung und einem Zwölfmonatskursziel von 300 Franken. Es folgen Implenia mit einem Aufwärtspotenzial von 61%, einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 100 Franken, sowie Accelleron mit 37%, einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 93 Franken. Inficon komplettiert die Schweizer Auswahl mit einem geschätzten Aufwärtspotenzial von knapp 23%, einer Kaufempfehlung und einem Zwölfmonatskursziel von 215 Franken.

Quelle: cash.ch — Top News

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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