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Deutsche Aktien legen zu: Frankfurt schüttelt Zins- und KI-Sorgen ab

Der Dax stieg zum Wochenschluss und liess frühere Sorgen über die US-Geldpolitik und die Investitionen in künstliche Intelligenz hinter sich.

Redaktion Helvetic Markets · 17 Oct 2026 · 06:00 · 3 Min. Lesezeit
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Deutsche Aktien legen zu: Frankfurt schüttelt Zins- und KI-Sorgen ab
Photo: Rob Bulmahn / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Die Sorgen um Zinsen und künstliche Intelligenz liessen am deutschen Aktienmarkt vor dem Wochenende spürbar nach. Der Dax stieg am Freitag um 0,95% auf 25'622,61 Punkte und baute sein Wochenplus damit auf solide zwei Prozent aus. Zudem überwand der Leitindex die 100-Tage-Linie, einen technischen Indikator für den mittel- bis langfristigen Trend, die in den Sitzungen zuvor eine zu hohe Hürde gewesen war. Der Index der mittelgrossen Werte MDax stieg um 1,46% auf 30'656,65 Punkte.

Anfang der Woche hatten unerwartet hohe Inflationsdaten aus den USA die Sorge geschürt, die US-Notenbank Fed könnte ihren Leitzins bereits im Oktober erneut anheben und damit Finanzierungen verteuern. Hinzu kamen Befürchtungen der Anleger, die massiven Investitionen der KI-Konzerne könnten sich am Ende nicht auszahlen. Fed-Chef Kevin Warsh verzichtete in einer Rede jedoch auf konkrete geldpolitische Hinweise, was die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober deutlich verringerte. Zur künstlichen Intelligenz sagte er, die Investitionen in diesem Bereich stützten die US-Wirtschaft stark. Laut Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners brachte Warsh den Optimismus an die Börsen zurück.

Marktanalyst Timo Emden vom Broker Captrader stellte infrage, ob dieser rhetorische Rückenwind ein tragfähiges Fundament für eine Jahresendrallye bildet. Die aktuelle Volatilität zeige ein undurchsichtiges Umfeld, in dem den Marktteilnehmern angesichts von Zinsfragen, KI-Zweifeln und globalen Krisen ein klarer roter Faden fehle. Sören Hettler von der DZ Bank sah in der jüngsten Korrektur bei Halbleiter- und bestimmten KI-Aktien lediglich eine selektive Neubewertung durch die Anleger und keine breite Abkehr vom Thema. Unter Druck stünden die hoch bewerteten und stark schuldenfinanzierten Teile des Ökosystems, während Unternehmen mit hoher Profitabilität in anderen Bereichen und robusten Cashflows weit weniger anfällig für steigende Finanzierungskosten seien. Die bevorstehende Berichtssaison zum dritten Quartal sei der nächste harte Test.

Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, stieg am Freitag um 0,58% auf 6'204,23 Punkte. Ausserhalb der Eurozone verzeichneten auch der Schweizer SMI und der britische FTSE 100 moderate Gewinne. An der Wall Street lag der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss gut 0,2% im Plus, während der technologielastige Nasdaq 100 rund 1,3% verlor.

Am deutschen Markt setzten Rüstungsaktien ihren Erholungsversuch fort. Rheinmetall führte den Dax mit einem Plus von 6,3% an, die MDax-Werte TKMS, Renk und Hensoldt gewannen zwischen 4,4% und 6,0%. Die Aktien des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB kletterten im Nebenwerteindex SDax um 13%.

Auch der Autosektor erholte sich. Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW lagen mit Gewinnen zwischen 2,8% und 3,5% an der Dax-Spitze. Traditionelle Industriebranchen waren nach der vorangegangenen Technologieschwäche allgemein stark gefragt, zusätzlich gestützt durch eine Einigung zwischen Deutschland und Frankreich auf ein gemeinsames Autopaket.

Der Chipindustrie-Ausrüster Aixtron übertraf beim Auftragseingang und bei der operativen Profitabilität im dritten Quartal die Schätzungen der Analysten. Die Aktie erholte sich um 6,2% und machte damit einen Teil des Verlusts von fast 13% wett, den sie zuvor wegen der schwachen Stimmung im Technologiesektor erlitten hatte. Nordex führte den MDax mit einem Sprung von 12,3% an, nachdem der Windturbinenhersteller besser als erwartete Drittquartalszahlen und eine angehobene Gewinnprognose vorgelegt hatte.

An der Spitze des SDax sprangen die Aktien von Verbio um 16,6% auf 29,84 Euro. Constantin Hesse vom Analysehaus Jefferies stufte den Biokraftstoffhersteller auf «Buy» hoch und erhöhte das Kursziel auf 42 Euro.

Quelle: cash.ch — All News

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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