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Deutsche Bank steigert Gewinn im dritten Quartal – DWS verfehlt Erwartungen

Deutschlands grösste Bank meldete im dritten Quartal höhere Vorsteuer- und Reingewinne. Die Vermögensverwaltungstochter DWS verzeichnete Rekordzuflüsse, verfehlte aber die Gewinnerwartungen.

Redaktion Helvetic Markets · 28 Oct 2026 · 11:00 · 4 Min. Lesezeit
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Deutsche Bank steigert Gewinn im dritten Quartal – DWS verfehlt Erwartungen
Photo: Leonhard Lenz / Wikimedia Commons, CC0

Deutsche Bank steigerte laut Mitteilung ihren Vorsteuergewinn im dritten Quartal um acht Prozent auf EUR 2,6 Mrd. Der Reingewinn erreichte rund EUR 1,9 Mrd., zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. CEO Christian Sewing erklärte, das Institut habe das dritte Quartal in Folge einen Rekordgewinn erzielt.

In den ersten neun Monaten stieg der Nachsteuergewinn um sieben Prozent auf EUR 5,9 Mrd., der Vorsteuergewinn um acht Prozent auf EUR 8,4 Mrd. Die Erträge des dritten Quartals wuchsen um vier Prozent auf EUR 8,3 Mrd., während die Kosten mit EUR 5,2 Mrd. weitgehend unverändert blieben. Dadurch verbesserte sich das Aufwand-Ertrags-Verhältnis von 64,4% auf 62,4%.

Die Investmentbank blieb der wichtigste Gewinnbringer. Ihr Vorsteuergewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent auf knapp EUR 1,1 Mrd. Die Nachfrage blieb insbesondere im Anleihen- und Devisenhandel sowie in der Unternehmensfinanzierung stark. Die Erträge im Anleihen- und Devisenhandel erreichten EUR 2,4 Mrd. und lagen damit leicht unter dem Vorjahreswert.

Auch die Firmenkundenbank entwickelte sich positiv, erzielte Rekorderträge und erhöhte das Kreditvolumen gegenüber dem Vorjahr um EUR 10 Mrd.. Die Kundeneinlagen stiegen zugleich um EUR 41 Mrd.

Die Bank bildete dagegen höhere Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle. Die Risikovorsorge stieg gegenüber dem Vorquartal um neun Prozent auf EUR 501 Mio. Ausschlaggebend waren Risiken bei Gewerbeimmobilien und ein einzelnes Unternehmenskreditengagement in Asien.

Die Vermögensverwaltung verzeichnete ebenfalls deutliches Wachstum. Die Erträge dieses Segments stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um zehn Prozent. Die gesamten Kundenvermögen in der Privatkundenbank erhöhten sich seit Jahresbeginn um EUR 75 Mrd. auf EUR 865 Mrd. Allein im dritten Quartal flossen netto EUR 17 Mrd. zu, davon EUR 11 Mrd. in Anlageprodukte. Seit Jahresbeginn stellte die Bank 180 neue Kundenberater in der Vermögensverwaltung ein. Zusammen mit dem Asset Management erreichten die Nettozuflüsse in den ersten neun Monaten EUR 103 Mrd. und hoben die gesamten verwalteten Vermögen beider Bereiche auf über EUR 2 Bio..

Nach diesen Ergebnissen erwartet Deutsche Bank, das bisherige Ertragsziel von rund EUR 33 Mrd. für 2026 zu übertreffen. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital betrug im dritten Quartal 10,6% und in den ersten neun Monaten 11,5%. Bis 2028 werden mehr als 13% angestrebt. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag Ende September bei 14,0%. Zudem kaufte die Bank im laufenden Jahr Aktien für EUR 1,5 Mrd. zurück.

Die börsenkotierte Fondstochter DWS verzeichnete im dritten Quartal mit EUR 30,9 Mrd. die höchsten vierteljährlichen Nettozuflüsse ihrer Geschichte. In den ersten neun Monaten summierten sich die Zuflüsse auf EUR 66,7 Mrd. und übertrafen damit den bisherigen Rekord für ein volles Geschäftsjahr seit dem Börsengang. Die verwalteten Vermögen erreichten Ende September einen Höchststand von EUR 1,221 Bio., EUR 136 Mrd. mehr als Ende 2025. Passive Anlageprodukte trieben das Wachstum mit Nettozuflüssen von EUR 15,8 Mrd., insbesondere in börsengehandelte Xtrackers-Produkte. Hinzu kamen EUR 13,9 Mrd. in Geldmarktprodukte. Im traditionellen aktiven Fondsmanagement glichen sich Zu- und Abflüsse aus. Aktienfonds verloren netto EUR 1 Mrd., während systematische und quantitative Strategien EUR 1,1 Mrd. anzogen.

Trotz des Wachstums der Kundenvermögen stiegen die DWS-Erträge im Jahresvergleich um vier Prozent auf EUR 784 Mio., der Vorsteuergewinn um zwei Prozent auf EUR 325 Mio. und der Reingewinn um fünf Prozent auf EUR 230 Mio. Erträge und Gewinne blieben hinter den durchschnittlichen Analystenerwartungen zurück. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich von 57,7% auf 58,6%. DWS-CEO Stefan Hoops hob die starken Nettozuflüsse des Quartals hervor. Für das Gesamtjahr hält die Fondsgesellschaft am Ziel fest, den Gewinn je Aktie um zehn bis 15% zu steigern, nachdem in den ersten neun Monaten ein Plus von 16% erzielt wurde.

Zudem kündigte DWS ab November einen schrittweisen Markenwechsel zur neuen internationalen Dachmarke Deutsche Asset Management an. Bestehende Produktmarken bleiben erhalten: DWS für das europäische aktive Privatkundengeschäft, Xtrackers für ETFs und passive Anlagen sowie RREEF für amerikanische Immobilien. Die Umsetzung soll bis März 2027 abgeschlossen sein. Der Name der kotierten Muttergesellschaft DWS Group bleibt vorerst unverändert.

Quelle: finews.ch

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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