Junge Investmentbanker bei UBS erhielten dieses Jahr bei der Beförderung auf die erste Associate-Stufe eine geringere Lohnerhöhung. Grund dafür sind Änderungen an der Vergütungsstruktur der Schweizer Bank.
Analysten in Zürich erfuhren im Juli, dass sie auf die Stufe «Associate 0» befördert würden, mit einem Grundlohn von rund CHF 155'000. Dies berichteten mit der Angelegenheit vertraute Personen unter der Bedingung, anonym zu bleiben. Die Vergütung auf dieser Stufe liegt damit etwa CHF 20'000 tiefer als bisher. Die UBS-Führung hatte den bisherigen Lohnsprung vom Analysten zum Associate als zu gross beurteilt und deshalb die zusätzliche Zwischenstufe eingeführt.
Junge UBS-Banker bleiben sechs Monate auf der Stufe Associate 0. Beim anschliessenden Aufstieg zum Associate 1 steigt ihr Lohn auf die ursprünglichen CHF 175'000. Die Anpassung geht mit ähnlichen Änderungen in den europäischen Einheiten der Bank einher und betrifft bestehende Associates nicht. UBS wollte sich zu den Änderungen nicht äussern.
Der Grundlohn der jüngsten Generation von Investmentbanking-Associates bei UBS in Zürich liegt weiterhin deutlich über dem vom Bundesamt für Statistik ausgewiesenen Schweizer Bruttomedianlohn. Seit der Übernahme der Credit Suisse im Jahr 2023 hat UBS mehr als 20'000 Vollzeitäquivalente abgebaut, auch an ihrem Heimatstandort Schweiz. Dies trug dazu bei, dass sich die Zahl der arbeitslosen Banker im Kanton Zürich in weniger als drei Jahren verdoppelte.
Andere Grossbanken nehmen vergleichbare Anpassungen an ihren Vergütungsstrukturen vor. Barclays kündigte dieses Jahr an, die Banker-Vergütung durch höhere variable Bezüge und tiefere Fixlöhne stärker an jene von Wall-Street-Unternehmen anzugleichen. Citigroup verkürzte unterdessen die Wartezeit für Investmentbanking-Analysten bis zum Aufstieg zum Associate von drei auf zwei Jahre.

