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Roche steigert Neunmonatsumsatz dank Pharma und Diagnostik um 6%

F. Hoffmann-La Roche Ltd meldet für die ersten neun Monate 2026 einen Konzernumsatz von CHF 46,5 Mrd., getragen von einer starken Nachfrage nach innovativen Medikamenten und Diagnostika.

Redaktion Helvetic Markets · 22 Oct 2026 · 11:00 · 3 Min. Lesezeit
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Roche steigert Neunmonatsumsatz dank Pharma und Diagnostik um 6%
Photo: Silesia711 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

F. Hoffmann-La Roche Ltd meldete für die ersten neun Monate 2026 einen Anstieg des Konzernumsatzes um +6% zu konstanten Wechselkursen und um +1% in Schweizer Franken auf CHF 46'493 Mio. Treiber war die hohe Nachfrage nach innovativen Medikamenten und Diagnostika. In US-Dollar stieg der Konzernumsatz um +7%. Im dritten Quartal wuchs er bei stabilisierten Wechselkursen um +7% zu konstanten Wechselkursen und um +8% in Schweizer Franken.

Die Pharmasparte steigerte ihren Umsatz in den ersten neun Monaten zu konstanten Wechselkursen um +7% auf CHF 36'212 Mio. Dies entspricht einem Plus von +2% in Schweizer Franken und +8% in US-Dollar. Das Wachstum wurde von Medikamenten gegen schwere Erkrankungen getragen. Die wichtigsten Treiber waren Xolair gegen chronische Urtikaria und Nahrungsmittelallergien, Hemlibra gegen Hämophilie A, Ocrevus gegen multiple Sklerose, Phesgo gegen Brustkrebs und Vabysmo gegen schwere Augenerkrankungen. Zusammen erzielten diese fünf Produkte einen Umsatz von CHF 16,8 Mrd., ein Anstieg von +12% zu konstanten Wechselkursen gegenüber den ersten neun Monaten 2025.

Der Umsatz mit Produkten, deren Patentschutz abgelaufen ist, darunter Avastin, Herceptin, MabThera/Rituxan, Lucentis und Actemra/RoActemra, sank zu konstanten Wechselkursen um CHF 0,4 Mrd. und in Schweizer Franken um CHF 0,6 Mrd. In den USA wuchs der Pharmaumsatz zu konstanten Wechselkursen um +5%, unterstützt durch Xolair, Hemlibra, Ocrevus, Polivy und Tecentriq, die tiefere Umsätze von Kadcyla und Perjeta ausglichen. In Europa stieg der Umsatz zu konstanten Wechselkursen um +2%. Die Nachfrage nach Ocrevus, Phesgo und Evrysdi kompensierte die Rückgänge bei Actemra/RoActemra infolge der Konkurrenz durch Biosimilars und bei Perjeta infolge der Umstellung auf Phesgo. In Japan legte der Umsatz zu konstanten Wechselkursen um +25% zu. Unterstützend wirkten Produktlieferungen an Dritte, Wachstum bei Lunsumio, Hemlibra, Polivy, Elevidys und Vabysmo sowie zeitliche Effekte bei der Einführung eines ERP-Systems. In der Region International stieg der Umsatz zu konstanten Wechselkursen um +10%.

Die Diagnostiksparte meldete für die ersten neun Monate ein Umsatzplus von +4% zu konstanten Wechselkursen auf CHF 10'281 Mio. In Schweizer Franken blieb der Umsatz unverändert, in US-Dollar stieg er um +6%. Die Nachfrage nach Lösungen für Zentrallabore und Pathologie glich die Auswirkungen von Preisreformen im chinesischen Gesundheitssystem aus.

Zu den regulatorischen Entwicklungen gehörten US-Zulassungen für Tecentriq zur adjuvanten Behandlung von Darmkrebs im Stadium III mit Mismatch-Reparatur-Defizienz, für Gazyva/Gazyvaro zur Senkung des Rückfallrisikos bei Patienten ab zwei Jahren mit häufig rezidivierendem oder steroidabhängigem idiopathischem nephrotischem Syndrom mit Beginn im Kindesalter und für Enspryng bei endokriner Orbitopathie. In den USA wurde für Fenebrutinib bei schubförmiger und primär progredienter multipler Sklerose sowie für Enspryng bei MOGAD eine beschleunigte Prüfung gewährt. Zudem wurde der Zulassungsantrag für Vamikibart bei uveitischem Makulaödem angenommen. In Europa wurden Zulassungen für Susvimo bei neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration und für Ocrevus bei schubförmiger multipler Sklerose im Kindes- und Jugendalter erteilt. Zudem validierte die Europäische Arzneimittel-Agentur den Antrag für Enspryng bei MOGAD.

Positive Ergebnisse aus Phase-III-Studien wurden für sefaxersen bei einer autoimmunen Nierenerkrankung, Lunsumio bei Blutkrebs und tam-peli bei rezidivierendem kleinzelligem Lungenkrebs gemeldet. Hinzu kamen Phase-II-Ergebnisse für enicepatid und petrelintid bei Adipositas und Typ-2-Diabetes. Die US-Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration liess den Bluttest Elecsys pTau217 zum Nachweis einer mit Alzheimer verbundenen Amyloidpathologie zu. Zudem wurden zwei Echtzeit-PCR-Tests für Ausbrüche von Cyclospora cayetanensis in den USA eingeführt und molekulardiagnostische Tests zur Unterstützung der Ebola-Bekämpfung in der Demokratischen Republik Kongo bereitgestellt. Zum Ausbau der Infrastruktur gehörten Anlagen in Hillsboro, ein Innovationszentrum in Boston und eine Produktionsanlage für synthetische Moleküle in Basel in der Schweiz.

CEO Thomas Schinecker erklärte, das Unternehmen habe dieses Jahr fünf potenzielle neue Medikamente in die späte klinische Entwicklung überführt. Ziel sei es, Patienten bis 2030 bis zu 20 neue Medikamente zur Verfügung zu stellen. Roche bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr 2026 und erwartet zu konstanten Wechselkursen ein Konzernumsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einen Anstieg des Kerngewinns je Aktie im hohen einstelligen Prozentbereich. Zudem strebt das Unternehmen eine Erhöhung der Dividende in Schweizer Franken an.

Quelle: FinanzNachrichten — SMI MID

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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