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Lonza vereinbart Kauf eines US-CDMO-Netzwerks von Merck KGaA für einen dreistelligen Millionenbetrag

Lonza hat einen verbindlichen Vertrag zur Übernahme von fünf Produktionsstandorten und rund 1'100 Mitarbeitenden von Merck KGaA unterzeichnet und baut seine US-Präsenz auf neun Standorte aus.

Redaktion Helvetic Markets · 3 Nov 2026 · 14:00 · 3 Min. Lesezeit
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Lonza vereinbart Kauf eines US-CDMO-Netzwerks von Merck KGaA für einen dreistelligen Millionenbetrag
Photo: Hadi / Wikimedia Commons, CC0

Lonza Group AG gab am 3. November 2026 in Basel bekannt, einen verbindlichen Vertrag zur Übernahme von fünf US-Standorten für Auftragsentwicklung und -fertigung von Merck KGaA aus Darmstadt unterzeichnet zu haben. Der Unternehmenswert liegt im tiefen bis mittleren dreistelligen Millionenbereich in Franken. Die Übernahme erhöht die Zahl der US-Standorte von vier auf neun und damit auf mehr als das Doppelte. Mit rund 1'100 hoch qualifizierten neuen Mitarbeitenden wächst die US-Belegschaft auf über 6'000 Personen. Lonza stärkt damit seine durchgängigen Kapazitäten in den USA, dem grössten Markt für innovative Arzneimittel.

Das Netzwerk bietet klinische und kommerzielle Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten für mehrere Technologien. St. Louis in Missouri ist auf Biokonjugate ausgerichtet, Madison und Verona in Wisconsin auf hochpotente Wirkstoff-Linker, Carlsbad in Kalifornien auf durchgängige Lösungen für virale Vektoren und aseptische Abfüllung und Endfertigung. Indianapolis in Indiana ist auf Lipidnanopartikel, Liposomen und PEGylierte Proteine sowie aseptische Abfüllung und Endfertigung spezialisiert. Die Standorte stärken Wachstumsfelder wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, weitere Biokonjugate, virale Vektoren für Zell- und Gentherapien und fortschrittliche Arzneimittelverabreichung. Der Kauf ergänzt laufende Investitionen in die CDMO-Bereitschaft in Vacaville, Kalifornien, und eine kommerzielle Sprühtrocknungsanlage in Bend, Oregon.

CEO Wolfgang Wienand erklärte, der Kauf entspreche der One Lonza Strategy und einer disziplinierten Kapitalallokation. Angesichts hoher Nachfrage nach Biokonjugaten und viralen Vektoren könnten die Standorte Kunden von der Innovation bis zur Markteinführung und kommerziellen Belieferung begleiten. Kai Beckmann, Vorstandsvorsitzender und Konzernchef von Merck KGaA, sagte, der Verkauf schärfe das Life-Science-Portfolio und richte Investitionen auf wissenschaftliche Führerschaft aus. Er traue Lonza zu, die nächste Wachstumsphase zu unterstützen.

Die Standorte sollen im Gesamtjahr 2028 rund CHF 250 Mio. Umsatz beitragen. Ihre CORE-EBITDA-Marge dürfte unter dem aktuellen Lonza-Niveau liegen, mit unwesentlicher Auswirkung auf den Konzern. Nach vollständiger Integration und Nutzung bestehender freier Kapazitäten und zusätzlicher Ausbauflächen soll das Geschäft bis Mitte der 2030er-Jahre seinen Spitzenumsatz auf dem künftigen Margenniveau des Konzerns erreichen. Lonza bestätigte den Ausblick für 2026 und das Organic Growth Model samt mittelfristigen Finanzambitionen.

Der Kaufpreis wird bar aus verfügbaren Mitteln und bestehenden Kreditlinien bezahlt. Das Rating BBB+ soll gewahrt bleiben. Die Transaktion beeinträchtigt den zuvor angekündigten Aktienrückkauf nach Abschluss des Verkaufs von Capsules & Health Ingredients nicht. Der Vollzug wird für Mitte 2027 erwartet und steht unter üblichen Bedingungen. Bis dahin arbeiten die Geschäfte unabhängig weiter. Beide Unternehmen unterstützen einen Übergang, der Kundenkontinuität und Mitarbeiterintegration in den Mittelpunkt stellt.

BofA Securities berät Lonza finanziell. Für den 3. November 2026 setzte Lonza einen Live-Webcast mit Telefonkonferenz für Anleger, Analysten und Journalisten an. Präsentationen und Fragerunden leiten CEO Wolfgang Wienand, CFO Philippe Deecke, Christian Seufert als Leiter der Plattform Advanced Synthesis und Daniel Palmacci als Leiter der Plattform Specialized Modalities. Lonza ist ein globaler Auftragsentwickler und -hersteller mit rund 17'000 Mitarbeitenden auf drei Kontinenten.

Quelle: FinanzNachrichten — Schweiz 20 (SMI)

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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