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Europas Aktien geben bei Ergebnisflut und steigenden Ölpreisen nach

Der Swiss Market Index verliert rund 0,5%. DAX und EuroStoxx 50 notieren angesichts zahlreicher Unternehmensergebnisse und höherer Brent- und WTI-Preise leicht im Minus.

Redaktion Helvetic Markets · 28 Oct 2026 · 16:00 · 2 Min. Lesezeit
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Europas Aktien geben bei Ergebnisflut und steigenden Ölpreisen nach
Photo: Arne Hückelheim / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Europas Aktienmärkte zeigten sich am Mittwoch vorsichtig, da eine Flut von Unternehmensergebnissen und steigende Ölpreise die Anlegerstimmung belasteten. Der Swiss Market Index verlor rund ein halbes Prozent. Der deutsche DAX und der EuroStoxx 50 lagen gegen Mittag mit 25'577 beziehungsweise 6'149 Punkten jeweils leicht im Minus.

Laut Analysten der LBBW dürfte trotz der zahlreichen marktbewegenden Ereignisse vorerst Vorsicht dominieren. Viele Anleger vermieden grössere Positionsänderungen vor den richtungsweisenden Unternehmens- und Zentralbankentscheiden.

Die Aktien des Duft- und Aromenherstellers Symrise verloren mehr als 10%, obwohl sich das Umsatzwachstum im dritten Quartal beschleunigte. Wegen höherer Investitionsausgaben erwartet das Unternehmen die bereinigte EBITDA-Marge in der unteren Hälfte der Spanne von 21,5% bis 22,5%. Analysten verwiesen darauf, dass die starken Zahlen des Schweizer Konkurrenten Givaudan zuvor im Oktober die Erwartungen an Symrise erhöht hatten.

Die Bankergebnisse fielen gemischt aus. Deutsche Bank gewann nach einer positiv aufgenommenen Quartalsbilanz 3,6%. Europaweit übertrafen mehrere Grossbanken – BNP Paribas, Standard Chartered und Santander – die Gewinnprognosen für das dritte Quartal. Sorgen vor einer möglichen Abschwächung des Gewinnbooms blieben jedoch bestehen. UBS geriet unter Druck, während der europäische Bankenindex stabil blieb.

Andreas Lipkow, Chefanalyst von CMC Markets, warnte, die eigentliche Bewährungsprobe für die Aktienmärkte stehe erst später am Tag mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank und den bevorstehenden Ergebnissen von Alphabet und Microsoft an. Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners, bezeichnete den Fed-Ausblick als wichtigsten Faktor. Laut Altmann dürfte Fed-Chef Kevin Warsh die Märkte jedoch im Unklaren lassen, wodurch Gegenstimmen beim Zinsentscheid besonders bedeutend würden.

Auch der Ölmarkt sorgte für Nervosität. Ein Angriff auf eine saudi-arabische Raffinerie liess Brent und das US-Leichtöl WTI um rund 1% bis 1,5% steigen. Mit 114,60 beziehungsweise 101,07 Dollar je Barrel blieben sie über der Marke von 100 Dollar. Die Huthi-Gruppe im Jemen erklärte, sie habe die grösste Raffinerie Saudi-Arabiens mit einer Rakete getroffen. ING-Strategen schrieben, der Markt warte auf klarere Signale zur Iran-Politik von US-Präsident Donald Trump. Ein reibungsloser Wahlverlauf ohne weitere Angriffe könnte die Risikoprämie am Markt verringern.

Im Fokus stand die Thyssenkrupp-Abspaltung TK Accelis, die an der Frankfurter Börse zu EUR 27,80 je Aktie startete und damit mit fast EUR 2 Mrd. bewertet wurde. Zuletzt notierte der Titel bei EUR 30,00. Thyssenkrupp selbst verlor nach der Kotierung 16,6%. CEO Miguel Lopez erklärte, nach den früheren Börsengängen der Wasserstofftochter Nucera und der Rüstungssparte TKMS werde auch eine Abspaltung des Stahlkerngeschäfts erwogen.

Quelle: cash.ch — Top News

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Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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