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Deutsche Kartoffelernte sinkt um ein Viertel bei steigenden Preisen

Die deutsche Kartoffelernte 2026 dürfte wegen extremer Sommerwitterung um ein Viertel zurückgehen und die Erzeuger- und Verbraucherpreise im ganzen Land nach oben treiben.

Redaktion Helvetic Markets · 15 Oct 2026 · 11:00 · 2 Min. Lesezeit
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Deutsche Kartoffelernte sinkt um ein Viertel bei steigenden Preisen
Photo: PublicDomainPictures / Pixabay

Deutschland steht 2026 nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes, bekannt als Destatis, vor einer deutlich kleineren Kartoffelernte. Erwartet werden insgesamt 10,4 Mio. Tonnen, rund ein Viertel oder 24,8% weniger als die Vorjahresernte von 13,9 Mio. Tonnen. Dies liegt teilweise an einer um 11,1% verkleinerten Anbaufläche von 268'300 Hektaren nach 301'800 Hektaren 2025. Zudem dürften die Hektarerträge deutlich sinken: Berechnungen weisen auf 38,9 Tonnen je Hektare gegenüber 46,0 Tonnen 2025 hin. Dies entspricht einem Ertragsrückgang von 15,4%, den die Behörden hauptsächlich auf extreme Hitze und anhaltende Trockenheit in den Sommermonaten zurückführen.

Die Produktionsrückgänge haben deutliche Preisanstiege auf mehreren Wirtschaftsstufen ausgelöst. Im September 2026 zahlten Konsumenten in Deutschland für Kartoffeln 11,3% mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Verarbeitete Kartoffelprodukte wie tiefgekühlte Pommes frites waren dagegen 4,7% günstiger als ein Jahr zuvor. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im September 2026 gegenüber dem Vorjahr um 3,3%, die Nahrungsmittelpreise im selben Zeitraum um 0,4%.

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Der Anstieg der Verbraucherpreise wird wesentlich durch starke Verteuerungen auf der vorgelagerten landwirtschaftlichen Stufe angetrieben. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln stiegen im August 2026 gegenüber August 2025 um 61,5%. Destatis zufolge war dies der stärkste jährliche Anstieg der Kartoffel-Erzeugerpreise seit drei Jahren, nach einem Plus von 114,6% im August 2023 gegenüber August 2022. Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise insgesamt sanken im August 2026 gegenüber August 2025 um 7,0%, der Teilindex für pflanzliche Erzeugnisse stieg jedoch um 12,3%.

Trotz der kleineren inländischen Ernte produziert Deutschland traditionell mehr Kartoffeln, als es selbst verbraucht. Nach vorläufigen Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung für das Wirtschaftsjahr 2024/25 betrug der Selbstversorgungsgrad bei Kartoffeln 145%. Ein erheblicher Teil der inländischen Kartoffelproduktion und der verarbeiteten Kartoffelwaren wird daher exportiert und nicht im Inland konsumiert.

Die Statistik zu landwirtschaftlichen Erzeugerpreisen erfasst landwirtschaftliche Verkaufspreise ohne Mehrwertsteuer in Deutschland und bildet damit die erste Marktstufe ab. Die Verbraucherpreismessung erfasst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für den Konsum erwerben. Detaillierte Ergebnisse zu landwirtschaftlichen Erzeugerpreisen, Verbrauchszahlen und Ernteauswertungen sind über entsprechende Tabellen der Bundesstatistik in der Datenbank GENESIS-Online verfügbar.

Quelle: Destatis – Pressemitteilungen

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Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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