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Deutsche Inflation steigt im September 2026 wegen höherer Energiekosten auf 3,3%

Der deutsche Verbraucherpreisindex stieg im September 2026 gegenüber dem Vorjahr um 3,3%, vor allem aufgrund höherer Energiepreise.

Redaktion Helvetic Markets · 13 Oct 2026 · 11:00 · 4 Min. Lesezeit
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Deutsche Inflation steigt im September 2026 wegen höherer Energiekosten auf 3,3%
Photo: CEphoto, Uwe Aranas / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die Inflationsrate in Deutschland erreichte im September 2026 einen neuen Jahreshöchststand. Nach bestätigten Zahlen des Statistischen Bundesamtes stieg der Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 3,3%. Zuvor hatte die Inflationsrate im August 2026 bei 2,9% und im Juli 2026 bei 2,8% gelegen. Der Septemberwert ist der höchste seit Dezember 2023. Gegenüber August 2026 stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 0,6%. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex verzeichnete ebenfalls einen Anstieg um 3,3% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat und um 0,6% gegenüber dem Vormonat.

Steigende Energiepreise waren der Haupttreiber der beschleunigten Inflation. Energieprodukte waren im September 2026 insgesamt 14,9% teurer als im September 2025. Damit beschleunigte sich der Energiepreisanstieg den dritten Monat in Folge, nach Zuwächsen von 10,5% im August, 8,3% im Juli und 3,4% im Juni. Dies ist der stärkste Energiepreisanstieg seit Februar 2023. Der seit Beginn des Konflikts mit Beteiligung des Iran anhaltende Preisdruck am Rohölmarkt wirkte sich direkt auf Erzeuger- und Verbraucherpreise aus. Die Preise für Treibstoffe stiegen gegenüber September 2025 um 37,1%, während leichtes Heizöl einen Anstieg um 74,9% verzeichnete. Auch feste Brennstoffe wie Brennholz und Holzpellets verteuerten sich, um 15,6% innerhalb von zwölf Monaten.

Mehrere Bestandteile der Haushaltsenergie lagen im September 2026 dagegen unter ihrem Vorjahrespreisniveau. Strom verbilligte sich um 5,5%, Erdgas ohne Betriebskosten um 2,8% und Fernwärme um 1,0%. Diese Preisrückgänge bei Strom, Erdgas und Fernwärme spiegeln Massnahmen wider, die die Bundesregierung zu Jahresbeginn eingeführt hatte. Entlastungsmassnahmen durch erneute Senkungen der Energiesteuern auf Treibstoffe traten erst am 1. Oktober 2026 in Kraft und hatten daher keinen Einfluss auf die Septemberzahlen.

Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Vergleich zum Gesamtindex nur moderat. Sie lagen im September 2026 um 0,4% über dem Vorjahresniveau, nach einem Anstieg um 0,1% im August. Trotz dieser insgesamt moderaten Entwicklung verteuerten sich einzelne Lebensmittel deutlich, angeführt von Eiern mit 15,2%, frischem Gemüse mit 12,0% sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten mit 4,5%. Deutliche Preisrückgänge im selben Zeitraum gab es dagegen bei Speisefetten und Speiseölen mit einem Minus von 15,0%, vor allem durch um 29,5% tiefere Butterpreise, sowie bei frischem Obst mit einem Minus von 4,9% und Milchprodukten mit einem Minus von 5,5%.

Kennzahlen ohne bestimmte schwankungsanfällige Komponenten zeigten unterschiedliche Inflationsbelastungen. Ohne Energie betrug die Inflationsrate 2,1%, ohne Heizöl und Treibstoffe 1,8%. Die Kerninflationsrate, die sowohl Nahrungsmittel als auch Energie ausschliesst, blieb im September 2026 bei 2,4% stabil. Sie entsprach damit den Werten von August und Juli und lag weiterhin unter der Gesamtinflationsrate.

Die Warenpreise lagen insgesamt 3,8% über dem Niveau von September 2025. Verbrauchsgüter verteuerten sich um 5,4%, stark beeinflusst durch den Energiepreisanstieg von 14,9%, während die Preise für Gebrauchsgüter um 1,0% zunahmen. Deutliche jährliche Preisanstiege bei Waren gab es unter anderem bei Informationsverarbeitungsgeräten mit 9,2% und Tabakwaren mit 5,6%. Dagegen verbilligten sich Kaffee, Tee und Kakao um 3,3% sowie Haushaltsgeräte um 2,5%.

Die Dienstleistungsinflation schwächte sich leicht ab. Die Preise stiegen innerhalb von zwölf Monaten um 2,7% und blieben damit unter der Gesamtinflationsrate. Deutliche Zuwächse im Dienstleistungssektor gab es bei sozialen Dienstleistungen mit 6,3%, bei der Wartung und Reparatur von Fahrzeugen mit 4,7% sowie bei Coiffeurleistungen und anderen Dienstleistungen für die Körperpflege mit 4,3%. Pauschalreisen verteuerten sich um 3,8%, Wasserversorgung und wohnungsbezogene Dienstleistungen um 3,7%. Die tatsächlichen Nettokaltmieten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,9%. Telekommunikationsdienstleistungen verzeichneten dagegen nur einen geringen Anstieg um 0,2%.

Im direkten Vergleich mit August 2026 stieg der gesamte Verbraucherpreisindex im September um 0,6%. Die Energiepreise erhöhten sich im Monatsverlauf um 3,8%, angeführt von leichtem Heizöl mit einem Plus von 18,5% und Treibstoffen mit einem Plus von 6,9%. Darin enthalten waren ein Anstieg um 7,5% bei Diesel und um 6,7% bei Superbenzin. Saisonale Faktoren trugen zu einem monatlichen Preisanstieg bei Bekleidung von 5,6% bei. Nahrungsmittel verteuerten sich gegenüber dem Vormonat um 0,4%, getrieben durch einen Anstieg bei Gemüse um 3,5%, während Fleisch und Fleischwaren um 0,5% günstiger wurden. Deutliche monatliche Preisrückgänge gab es bei internationalen Flügen mit einem Minus von 7,3% und bei Pauschalreisen ins Ausland mit einem Minus von 4,2%.

Quelle: Destatis – Pressemitteilungen

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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