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Deutsche Agrar-Erzeugerpreise sinken im August um 7% gegenüber dem Vorjahr

Laut Destatis sanken die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise in Deutschland im August 2026 gegenüber August 2025 um 7%, bei stark unterschiedlichen Entwicklungen pflanzlicher und tierischer Produkte.

Redaktion Helvetic Markets · 14 Oct 2026 · 11:00 · 3 Min. Lesezeit
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Deutsche Agrar-Erzeugerpreise sinken im August um 7% gegenüber dem Vorjahr
Photo: Wilfredor / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise in Deutschland sanken im August 2026 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat insgesamt um 7,0%, wie Daten des Statistischen Bundesamtes, bekannt als Destatis, zeigen. Im Juli 2026 hatte der Rückgang gegenüber dem Vorjahr noch 13,7% und im Juni 2026 13,9% betragen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die gesamten landwirtschaftlichen Erzeugerpreise von Juli 2026 bis August 2026 jedoch um 5,5%. Laut Destatis war dies der stärkste monatliche Anstieg seit März 2022. Damals waren die Preise nach Ausbruch des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine um 13,1% gestiegen, unter anderem durch starke Verteuerungen bei Getreide.

Pflanzliche und tierische Erzeugnisse entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr stark unterschiedlich. Pflanzliche Produkte verteuerten sich im August 2026 gegenüber August 2025 um 12,3%. Dies war der erste jährliche Anstieg seit Juli 2024, als die Preise gegenüber Juli 2023 um 3,7% gestiegen waren. Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse sanken im selben Zwölfmonatszeitraum dagegen um 16,6%. Gegenüber Juli 2026 stiegen im August 2026 die Preise in beiden Hauptgruppen: bei pflanzlichen Erzeugnissen um 11,1% und bei Tieren und tierischen Erzeugnissen um 2,0%.

Der jährliche Preisanstieg bei pflanzlichen Erzeugnissen um 12,3% wurde stark von Speisekartoffeln getrieben. Deren Preise stiegen im August 2026 gegenüber August 2025 um 61,5%. Dies war der erste jährliche Zuwachs seit Juli 2024, als die Preise gegenüber Juli 2023 um 16,0% zugelegt hatten. Zuvor hatte die jährliche Veränderung bei Kartoffeln im Juli 2026 bei -45,4% und im Juni 2026 bei -35,9% gelegen. Gegenüber dem Vormonat Juli 2026 verdoppelten sich die Speisekartoffelpreise nahezu, mit einem Plus von 93,0%. Gemüse verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 14,3%. Besonders stiegen Eisbergsalat um 72,4%, Tomaten um 27,8% und Gurken um 15,4%. Blumenkohl und Kohlsorten verbilligten sich dagegen um 14,7% beziehungsweise 6,4%.

Weitere pflanzliche Produktgruppen entwickelten sich uneinheitlich. Getreidepreise stiegen im August 2026 gegenüber August 2025 um 11,5% und gegenüber Juli 2026 um 4,1%. Handelsgewächse verteuerten sich jährlich insgesamt um 7,9%, darunter Raps um 13,6%. Futterpflanzen verzeichneten gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 4,3%, Wein von 0,6%. Obst verbilligte sich dagegen um 20,4%, getrieben unter anderem durch Tafeläpfel mit -32,9% und Erdbeeren mit -6,4%.

Im tierischen Bereich prägten tiefere Milchpreise den jährlichen Rückgang von 16,6%. Milch kostete im August 2026 um 23,9% weniger als im August 2025, stieg gegenüber Juli 2026 aber um 1,5%. Eier entwickelten sich entgegengesetzt und verteuerten sich jährlich um 7,9%. Die Preise für lebende Tiere lagen im August 2026 insgesamt 13,4% unter dem Vorjahr. Haupttreiber waren Schlachtschweine mit einem Minus von 19,0% und Rinder mit -12,9%. Geflügel verbilligte sich innerhalb von zwölf Monaten um 2,5%, hauptsächlich wegen um 4,6% tieferer Hähnchenpreise. Andere Geflügelarten einschliesslich Enten und Truten verteuerten sich um 0,6%.

Der Destatis-Index erfasst die Verkaufspreise der inländischen Landwirtschaft ohne Mehrwertsteuer und bildet die Preisentwicklung auf der ersten Handelsstufe ab.

Quelle: Destatis – Pressemitteilungen

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
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