Markets-Desk·im Tagesverlauf aktualisiert
Märkte/AktienArtikel

Börsenschluss Frankfurt: Dax fällt unter 25'000 Punkte – Renditen und Ölpreise belasten

Der deutsche Leitindex fiel am Donnerstag unter 25'000 Punkte und erreichte angesichts steigender Anleiherenditen, höherer Ölpreise und Sorgen um Frankreich seinen tiefsten Stand seit Ende Juli.

Redaktion Helvetic Markets · 9 Oct 2026 · 06:00 · 2 Min. Lesezeit
Teilen
Börsenschluss Frankfurt: Dax fällt unter 25'000 Punkte – Renditen und Ölpreise belasten
Photo: Federal government of Switzerland / Wikimedia Commons, Public domain

Steigende Anleiherenditen und höhere Ölpreise belasteten den deutschen Markt am Donnerstag weiter. Bereits zum Handelsauftakt in Frankfurt rutschte der Dax unter die Marke von 25'000 Punkten. Am frühen Nachmittag erreichte er seinen tiefsten Stand seit Ende Juli und fiel kurzzeitig unter 24'800 Punkte. Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets erklärte, solange sich die Energiepreise oder die Anleiherenditen nicht entspannten, dürfte die Bereitschaft zu grösseren Aktienkäufen begrenzt bleiben. Die Ölpreise stiegen nach einem Medienbericht über mögliche neue US-Angriffe auf Iran im Vorfeld der Zwischenwahlen in den USA. Gleichzeitig sorgten sich die Anleger um Frankreichs Haushaltsdefizit. Der Dax beendete die Sitzung mit einem Minus von 1,18% bei 24'806,97 Punkten. Der MDax mit mittelgrossen Unternehmen verlor 2,01% auf 29'506,83 Punkte, und der EuroStoxx 50 sank um 0,87% auf 6'126,73 Punkte. Ausserhalb der Eurozone schloss der Schweizer SMI schwach, während der Londoner FTSE 100 den Handelstag kaum verändert beendete.

Am Anleihemarkt weitete sich der Renditeabstand zwischen richtungsweisenden zehnjährigen französischen Staatsanleihen und deutschen Bundesanleihen im Oktober angesichts der verschlechterten Schuldenlage Frankreichs aus. Mark Haefele, globaler Chief Investment Officer von UBS, blieb dennoch gelassen. Er sieht die zunehmenden Renditeabstände nicht als Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende Finanzierungskrise. Die investitionsgetriebene Nachfrage und steigende Gewinne sollten europäischen Aktien helfen, moderat höhere Renditen zu verkraften. Auf Unternehmensseite konnten starke Quartalszahlen des südkoreanischen Technologieriesen Samsung den Druck auf den Technologiesektor nicht lindern. Heimische Halbleiteraktien und Titel mit Bezug zu künstlicher Intelligenz verzeichneten weitere Verluste. Infineon verloren 3,4%, während im MDax Siltronic und Aixtron jeweils um 4,1% nachgaben und Elmos um 5,3% sank.

In der Automobilbranche zeigten die Zulieferer nach einer Gewinnwarnung aus Frankreich deutliche Schwäche. OPMobility senkte wegen steigender Kosten und Schwierigkeiten bei den Fahrzeugherstellern sein operatives Gewinnziel für 2026. Aumovio war mit einem Minus von 8,8% der schwächste Wert im MDax, und Norma Group verloren im SDax 5,3%. Continental hielt sich mit einem Rückgang von 3,1% etwas besser, unterstützt durch eine Hochstufung auf «Outperform» durch Bernstein Research. Anhaltende Anschlussverkäufe drückten die Aktien des Dialyseanbieters Fresenius Medical Care weiter nach unten. Sie verloren 1,9%, nachdem sie bereits am Vortag durch die angekündigte Veränderung an der Unternehmensspitze erheblich unter Druck geraten waren. Die Aktien der Grossaktionärin Fresenius gaben am Donnerstag um 3,9% nach.

Im SDax war Indus Holding mit einem Rückgang von 7,3% der schwächste Wert der Sitzung. Die Aktien hatten allerdings rund eine Woche zuvor ihren höchsten Stand seit Mai 2019 erreicht, nachdem sie von Anfang Juli bis zu diesem Höchststand um bis zu 65% gestiegen waren. Eine Rückstufung des Staplerherstellers Jungheinrich auf «Underperform» durch Bank of America führte bei den Aktien zu einem Verlust von 5,6%.

Quelle: FinanzNachrichten — Schweiz 20 (SMI)

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
Artikel teilen