Markets-Desk·im Tagesverlauf aktualisiert
Märkte/AktienArtikel

Europäische Aktien erholen sich bei sinkenden Ölpreisen und schwächeren US-Arbeitsmarktdaten

Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag von ihren vorherigen Verlusten erholt. Unterstützung kam von sinkenden Ölpreisen und einem schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht für September.

Redaktion Helvetic Markets · 3 Oct 2026 · 16:26 · 2 Min. Lesezeit
Teilen
Europäische Aktien erholen sich bei sinkenden Ölpreisen und schwächeren US-Arbeitsmarktdaten
Photo: Alex Luna / Pexels

Die europäischen Aktienmärkte legten am Freitag zu und erholten sich von den deutlichen Verlusten der vorherigen Sitzung. Marktanalyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets verwies auf sinkende Ölpreise, die die Sorgen der Anleger über Zinsen und Inflation linderten. Hinzu kam ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht für September, der einen deutlich geringeren Stellenzuwachs als erwartet auswies.

Der EuroStoxx 50 gewann 1,02% und schloss bei 6'238,50 Punkten, nachdem er am Vortag auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni gefallen war. Auf Wochensicht verzeichnete der Index einen Rückgang von 1,02%. Ausserhalb der Eurozone stieg der Schweizer SMI um 0,28% auf 13'660,92 Punkte, während der britische FTSE 100 um 0,32% auf 10'461,95 Punkte zulegte.

Die sinkenden Rohölpreise hatten einen stärkeren Einfluss als die aktuellen Inflationszahlen aus dem Euroraum. Laut Lipkow trieben Erwartungen deutlich niedrigerer Rohölpreise die europäischen Märkte am Freitag nach oben.

Technologieaktien setzten ihre Stärke vom Vortag fort und führten mit einem Plus von 2,6% die Branchen an. Der Branchenindex setzte seinen Mitte September begonnenen kurzfristigen Aufwärtstrend fort und erreichte im Handelsverlauf den höchsten Stand seit September 2000. Die wichtigsten Impulse kamen von Halbleiteraktien: ASML legte um 3,5% zu, STMicroelectronics um 6,5%. Infineon führte den EuroStoxx mit einem Anstieg von 8,8% an. Vorausgegangen war eine optimistische Einschätzung eines Jefferies-Analysten, der erklärte, das Unternehmen dürfte im kommenden Jahr von steigenden Preisen profitieren.

Unter den Automobilwerten verlor Volvo Car mehr als 7%, nachdem das schwedische Unternehmen seinen Ausblick gesenkt hatte. Analysten von JPMorgan bezeichneten dies angesichts der schwierigen Bedingungen als erwartete Entwicklung. In Zürich legte die Aktie von Julius Bär um 2% zu, nachdem die Privatbank angekündigt hatte, eigene Aktien für bis zu CHF 600 Mio. zurückzukaufen. Dagegen brach die Aktie des britischen Brokers IG Group nach einem enttäuschenden Ausblick um nahezu 23% ein und war damit der schwächste Wert im FTSE 100.

Quelle: FinanzNachrichten — SMI MID

EquitiesASMLUBS
Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
Artikel teilen