Markets-Desk·im Tagesverlauf aktualisiert
Unternehmen/UnternehmenArtikel

Avatr kündigt an der Paris Motor Show Europastart für 2027 an

Der chinesische Premium-Elektroautohersteller Avatr kündigte für 2027 den Marktstart in Norwegen, Spanien und der Schweiz an, zunächst mit zwei Elektromodellen und insgesamt sechs Fahrzeugen innerhalb von drei Jahren.

Redaktion Helvetic Markets · 13 Oct 2026 · 16:00 · 2 Min. Lesezeit
Teilen
Avatr kündigt an der Paris Motor Show Europastart für 2027 an
Photo: Mike Bird / Pexels

An der Paris Motor Show belegten rund 20 chinesische Automarken Ausstellungsflächen, nach neun zwei Jahre zuvor. Vertreten waren BYD, Denza, Li Auto, Geely mit Volvo, Aito, Chery, Leapmotor und Maxus. Mehrere traditionelle europäische Marken fehlten: BMW und Mini zogen ihre Zusagen im Sommer zurück, während Porsche und Ferrari keinen Stand aufbauten.

Avatr, eine Marke, die in Westeuropa noch nicht verkauft wird, fiel durch ihre Präsenz am Stand ihres Hauptaktionärs Changan auf. Justin Li, Leiter des Auslandsgeschäfts bei Avatr Technology, nutzte die Veranstaltung, um den Eintritt des Unternehmens in den europäischen Markt anzukündigen. Der Marktstart ist für 2027 geplant und soll in Norwegen und Spanien beginnen. In der Schweiz ist die Einführung für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Eine eigene Website und ein Instagram-Konto für Interessenten sind bereits online. Preise, Importeure und Händlernetze wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben.

Avatr will in den nächsten drei Jahren sechs Modelle in Europa einführen, möglicherweise auch Hybridvarianten. Die ersten beiden für den Marktstart vorgesehenen Modelle sind der 4,94 Meter lange Shooting Brake 06T und der fünfsitzige SUV 07L mit einer Länge von 4,91 Metern. Beide werden als reine Batterieelektrofahrzeuge angeboten; die angegebene Höchstleistung beträgt 712 kW, rund 970 PS. Die angegebenen Reichweiten liegen bei 741 Kilometern für den 06T und 725 Kilometern für den 07L. Sie beruhen auf dem chinesischen CLTC-Prüfzyklus, der grosszügiger ausfällt als der europäische WLTP-Standard. Die von CATL gelieferten Batterien sollen Schnellladen mit 5C unterstützen. In den Datenblättern werden zudem ein von Huawei geliefertes Lidar, das Fahrerassistenzsystem ADS 5 und die Cockpit-Suite HarmonySpace 5 genannt.

Der Innenraum wird als hochwertig beschrieben, mit überwiegend echtem Leder und einer Haptik, die zwischen Geelys Premiummarke Zeekr und BYDs Luxusmarke Denza liegt. In der Schweiz kostet Denzas Gran Turismo Z9GT mindestens 101'000 Franken, während Zeekrs SUV 7X bei rund 54'000 Franken beginnt. Avatr hat noch keine Schweizer Preise angekündigt, erwartet aber, zwischen diesen beiden Niveaus zu liegen.

Avatr wurde 2018 als Gemeinschaftsunternehmen von Changan und Nio gegründet. Nio stieg später aus, womit Changan, ein staatlicher Autobauer aus Chongqing, rund 41% und der Batteriehersteller CATL etwa 9% halten. Huawei ist nicht am Kapital beteiligt, liefert aber die Software für Fahrerassistenz und Cockpit. Umgekehrt besitzt Avatr 10% von Huaweis Automobilsparte Yinwang.

Die Marke gibt an, in 70 Ländern präsent zu sein, und strebt bis 2030 eine Präsenz in 110 Ländern an. Der Auslandsabsatz soll mehr als 50% des Gesamtvolumens ausmachen. Die Fahrzeuge werden im Münchner Designzentrum von Avatr gestaltet. Es wird von Chefdesigner Nader Faghihzadeh geleitet, der 2019 nach 17 Jahren bei BMW wechselte. Auch der zuvor bei Opel tätige leitende Manager Peter Seitz arbeitet vom Münchner Büro aus.

Quelle: finews.ch

Dieser Artikel wurde vom Markets-Desk von Helvetic Markets mit KI-Unterstützung erstellt.
Artikel teilen